Wir Kinder Vom Bahnhof Soul

  • 15.05.2009
    Jan Delay | Jan Delay Jan Delay 15.05.2009 | Jan Delay | Neues Album - Wir Kinder vom Bahnhof Soul - am 14. August, Tour ab Oktober
    Wir Kinder vom Bahnhof Soul

    Wilkommen am Bahnhof Soul!

    VÖ: WIR KINDER VOM BAHNHOF SOUL – DAS ALBUM 14.08.2009
    VÖ: OH JONNY – DIE SINGLE 24.07.2009

    Gut zehn Jahre sind mittlerweile vergangen, seit es an der Station St. Pauli Landungsbrücken ordentlich Bambule gab. Zehn Jahre, in denen der Zug meist in gesundem Transrapidtempo Richtung Zukunft durch die Nacht rollte und dabei mehr Leute mitnahm, als man jemals zu träumen gewagt hatte. Im Sommer 2009 ist nun der nächste Halt erreicht.


    Für alle zu spät Geborenen, Taubblinden und Peter-Maffay-Fans noch einmal kurz im Zeitraffer: Geboren 1976 in Hamburg-Eppendorf, gründet Jan-Philipp Eißfeldt 1991 mit unter anderem Denyo, DJ Mad und Pladin Mardin die Absoluten Beginner. Auf dem traditionellen Demo-Weg landet man bei Buback Tonträger, dem Label des ehemaligen Goldene-Zitronen-Drummers Ale Dumbsky, und veröffentlicht dort Schallplatten voll ungestüme Sozialkritik und juvenil überbordender Kreativität. 1998 erscheint schließlich in der heute klassischen Dreierbesetzung und unter klarer Rückbesinnung auf das 2-Turntables-2-Mics-ein-Flash-Prinzip das Album „Bambule“, das nicht nur ein sattes Stück Deutschrap-Folklore (Eimsbush Bassment, Mongo Clikke) in ein unbedingt zwingendes Gerüst aus Beats und Rhymes kleidet, sondern auch einen Boom epochalen Zuschnitts lostritt. Es ist der Summer of ’99, Hamburg der Mittelpunkt der Welt, und die Beginner die ersten Styler unter Gleichen auf dem trojanischen Ritt durch Kartoffelvivakirmestechnoland.


    In der Folge wird Eißfeldt zu Jan Delay (weitere Aliase bitte ergooglen und hier einfügen, alle Einsendungen mit zwischen 33 1/3 und 45 gültigen Nennungen werden mit einem Aufklebetattoo von Curtis Icefield, einem Handylogo von Boba Fett und dem halblinken, unteren Teil des DJ Flashdance-Starschnitts belohnt) und versöhnt eine ganze Generation erst mit Nena und dann mit Reggae, um schließlich in den Mercedes Dance
    SLK-2006 zu steigen, zwischendurch mit den Beginnern ein waschechtes Nummer-Eins-Album abzuliefern, und überhaupt so ein, zwei Takte beizutragen zur allgemeinen Entkrampfung im Spannungsfeld zwischen Soul, Funk, Fernsehen und den ewigen Stlprflln des germanischen Konsonantenwaldes. Mit seinem dritten Soloalbum „WIR KINDER VOM BAHNHOF SOUL“ zielt Jan Delay nun noch eine Etage höher, das erklärte Ziel heißt „Wetten, dass...?“ aufwärts. Denn there’s no business like business. Und there’s sowieso no disco like Disko Nr. 1.Eineinhalb Jahre lang hat sich Jan mit seiner Band und seinem Mit-Produzenten Kaspar „Tropf“ Wiens (Dynamite Deluxe, La Boom) im Boogie Park zu Ottensen, im Vox Klangstudio und im hauseigenen Verschlag eingesperrt, um in zahllosen spontanen Studioraves jeden einzelnen Takt zum veritablen Spektakel auszufuchsen. Mit Johnny Guitar Watson und Chic im iPod. Und mit der, in knapp 150 gemeinsamen Auftritten gewachsenen Gewissheit, hier demnächst ein Monster von der Leine zu lassen, das mindestens zwei
    Spielzeiten lang alle Fußballstadien von Vechta bis Eimsbüttel verwüsten wird.


    War „Mercedes Dance“ noch „ein neuer Jan, ein neuer Anfang“, so ist „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“ die konsequente Fortführung, Verdichtung und ultimative Ausflashung einer über drei Jahre gereiften musikalischen Vision. Natürlich ist da noch immer der PE- und Just Blaze-geschulte Beatschmied. Natürlich ist da noch immer der Vollblutemcee, dem zu jedem Thema auf Anhieb drei blöde Sprüche und dreihundert noch bessere Reime
    einfallen. Aber vor allem ist da ein Musikliebhaber, der seit frühester Kindheit mit einer heilsamen Vollfettdiät aus Prince, Bob Marley, Udo, Michael Jackson, Nina, Nile Rogers, Dexy’s Midnight Runners und Frank Zappa gefüttert wurde, und diesen Vibe der späteren Siebziger und frühen Achtziger nun mit einer Horde von Könnern und Kennern passgenau zu rekreieren sucht. Der jedes Detail vom Maßanzug bis zum Pressepromostörgelaber mit manischer Akribie verfolgt und dabei wundervolle Lieder schreibt, die zeitgemäß sind und doch zeitlos. Und der bei all dem die zwei Weisen aus dem Morgengrauen an seiner Seite weiß, die auch im Sommer 2009 noch den Shit tight machen: Tropf am Co-Flash, Sound und Mischer. Und ab der Mixphase Matthias Arfmann als Co-Produzent an der Erfahrung aus unzähligen Studio-Sessions mit den Kastrierten Philosophen, Patrice und den Beginnern. Plus Eiz am Stil. Plus Disko No. 1.


    Entstand „Mercedes Dance“ größtenteils noch nach den Spielregeln von HipHop, so war vor allem die Rhythmusgruppe dieser hanseatischen Antwort auf Ocean’s 11 diesmal bereits an der allerersten Demorunde entscheidend beteiligt – Jost „J-Fresh“ Nickel an den Sticks, Jonas „Love Jones“ Landerschier an den Tasten, Loomis „Loomie Loo“ Green an den sechs und Ali „Big Al“ Busse an vier Saiten. Dazu wurde in bester HipHop-
    Tradition ins eigene („Large“), gerne aber auch in alle anderen Hörner gestoßen, die die Johnny Blazers so auftreiben konnten. So blasen Lieven Las Vegas, Käptn Kacza und Johnny Johnson einmal mehr zur Jagd auf hüftsteife Babylonier, für die eine Trompete von Stefan Mross gespielt wird und ein Saxophon maximal von Joshua Redman. Einen sauberen Air Max machten schließlich die Delaydies Esther Cowens, Ngoné Thiam und
    Myra Maud draus, denn Background-Vocals sind bekanntlich immer noch das Ahhh und Uuuh eines jeden anständigen Welthits.


    Die Themenpalette ist dabei nach wie vor die ganz große, reicht von den Kleinigkeiten des Alltags (die Liebe, die Moral, das Leben) über all jene Mechanismen, die das Universum in ihrem Innersten zusammenhalten (die nächste Clubrunde Cuba Libre, Fremdscham über Geschmacksverirrte mit Ambitionen in der  nterhaltungsbranche, gute Musik). Egal ob der Delay Lama auf „Kommando Bauchladen“ die globale Schreckensherrschaft von Starkie und Pimbucks geißelt oder mit „Hoffnung“ ein Liebeslied von
    kristalliner Schönheit in die Booth haucht. Egal ob er auf „Oh Jonny“ das gewissenlose Arschloch um die Ecke einem kleinen Realitätscheck unterzieht, oder mit „Abschussball“ den ultimativen Soundtrack zum ganz normalen Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit morgens um halb sieben auf der Tanzfläche liefert. Egal ob er am Meckern, am Huldigen, am Sezieren, am sich Verzehren oder einfach nur am Raven ist: Er tut es mit seiner ureigenen Sensibilität für großes Kino, dem weltfettesten Grinsen im Gesicht, und dieser Fähigkeit, die augenscheinlich schroffsten Widersprüche in vollendeter Harmonie zu vereinen wie Cap und Capper auf Afterhour. Schwarzer Humor und schwarze Mucke eben, schwarzer Block und schwarze Zahlen.
    Nächste Station: Bahnhof Soul. Und da gibt’s dann... den derbsten Rave der Welt. Für immer und uns alle.

Biografie

  • 10.08.2009
    Jan Delay | Jan Delay Jan Delay 10.08.2009 | Biografie 2009 - Jan Delay
    Jan Delay Biografie Pic 2009

    Als JAN DELAY 1976 geboren wird, befindet sich die musikalische Welt gerade in ihrem letzten, großen innovativen Umbruch: In London verjagen ein paar Jungdrogies mit 2 Akkorden, Sicherheitsnadeln und blutigen Tampons am Ohr die etablierten "Supergroups" mitsamt ihren 15-minütigen Gitarrensoli. Ein Jamaikaner beginnt die Welt mit vollkommen neuen Grooves und Sounds zu beseelen und in der Bronx/New York finden sie heraus, welch abnormes Tanzvergnügen es bereitet, wenn man die kurzen Schlagzeugbreaks, auf diversen Funk und Rocksingles, mit 2 Plattenspielern ständig hintereinander wiederholt. Sogar in Deutschland tut sich was: Kurz nachdem KRAFTWERK, und auch CAN, der Welt die elektronische Klangerzeugung näher brachten, kommt mit UDO LINDENBERG, RIO REISER, und auch NINA HAGEN, das erste Mal coole, rohe Musik mit ehrlichen, authentischen Texten in der Muttersprache.


    JAN DELAY
    hat das doppelte Glück sowohl in der Musik-Metropole Hamburg, als auch in einem künstlerischen Elternhaus aufzuwachsen. So kommt er von frühesten Kindesbeinen mit "guter" Musik in Kontakt. Die Platten zu denen er schon als 5-jähriger tanzt, und die ihn bis heute nicht mehr loslassen, sind u.a.: "Searching for the young soul rebels" von den DEXY'S, die MIDNIGHT RUNNERS, BOB MARLEY's "Live", "Road to ruin" von den RAMONES und "Nina Hagen Band" von NINA HAGEN.


    Seine Mutter ist es auch die, 1986 nach einer New York-Reise, ihrem 10-jährigen Sohn von einer neuen, aufregenden Musikrichtung namens Rap erzählt. Er hält Augen und Ohren offen und als er dann das erste Mal RUN DMC bei "Formel Eins" zu Gesicht bekommt, ist es um den Zwerg geschehen. Es ist in erster Linie das laute Schlagzeug, welches den kleinen Hobbytrommler in seinen Bann zieht. Die coolen Klamotten und Turnschuhe tun ihr übriges. Das Feuer ist entfacht und spätestens mit "It takes a nation" von PUBLIC ENEMY hat sich Hip Hop für immer in seine Seele eingebrannt.


    Nach manischem Plattensammeln, Wände beschmieren und DJ Versuchen ist der Drang richtig mitzumischen unwiderruflich. Mit 13 Jahren gründet er mit seinem Basketballkumpel FAB5FINGER das Hip Hop-Fanzine "Hype". Die Tatsache, dass FAB5 der Cousin von TORCH von der Pionier-Rapgruppe ADVANCED CHEMISTRY ist, bringt den beiden Grünschnäbeln Connections zu der, sich gerade formierenden, deutschen Hip Hop-Szene und somit unzählige Interviewgäste für ihre, über 4 Ausgaben bestehende, Zeitung. Es zeigt JAN DELAY auch, dass es möglich ist, in unpeinlicher Weise souverän fließend auf deutsch zu rappen und seine Gegend zu repräsentieren.


    Das Demotape von ADVANCED CHEMISTRY reicht als Argument um seine Homies DENYO und PLATINMARTIN, mit denen er sich soeben zur Rapgruppe "ABSOLUTE BEGINNERZ" zusammengeschlossen hat, zu überzeugen auf deutsch zu rappen. Zuvor hatte er sich aufs "Produzieren" mit einem billigen Sampler und einer geliehenen Drum-Machine beschränkt, da er sich stets weigerte auf englisch zu rappen.


    Ihr erstes Schrammeldemo findet den Weg zu ALE SEXFEIND, seines Zeichens Ex-Schlagzeuger der GOLDENEN ZITRONEN und Betreiber des Indie-Labels BUBACK. Welcher, selber DJ und Rap-Fan, auf der Suche nach neuen, frischen Rapbands ist. Er bringt sie mit MATTHIAS ARFMANN (KASTRIERTE PHILOSOPHEN) zusammen. In dessen "Knochenhaus Studio", welches damals als eine Art Schnittstelle für die Hamburger Indie-Szene fungiert, sie ihre ersten Tracks aufnehmen.


    Auf den Samplerbeitrag "K.E.I.N.E" folgt 1993 die erste eigene E.P. "Gotting". Auf einmal befinden sich die "autonomen Kriss Kross" (Spex) aufgrund ihrer energiegeladenen Liveshows auf bundesweiten Jugendhausbühnen und frönen der dreifaltigen Hip Hop-Kultur: Die Nähe zu Bands der "Hamburger Schule", sowie die hamburgtypische Begeisterung für jegliche subkulturelle Musikströmung, führen dazu, dass man sowohl auf textlicher als auch auf musikalischer Ebene nicht aufhört zu experimentieren. Dies gipfelt in der zweiten E.P. "Ill Styles" und letztendlich, 1996, in ihrer ersten LP "Flashnizm (Stylopath)", auf der sich, neben Rap, auch Dub, Bossa Nova und Funk-Einflüsse finden.


    Nach zwei Tourneen mit Livebesetzung nervt "...das ganze Rumgedudel" und man entschließt sich, für die zweite LP nicht nur zum originalen Hip Hop-Instrumentarium (2 Plattenspieler, 1 Sampler und 3 Mikrofone) zurückzukehren, sondern auch zu einem Major-Label zu gehen, um so, mit genug Zeit und Geld, die beste Rapplatte zu bauen die Deutschland je gehört hat. 1998 erscheint "Bambule" über BUBACK/UNIVERSAL und der immense Erfolg (ein Jahr in den Charts, über 300.000 Einheiten!) wird einzig von PLATINMARTIN`s Ausstieg aus der Gruppe überschattet:


    Zur gleichen Zeit beginnt es in Deutschland, und speziell in Hamburg, zu brodeln. Neue Bands wie 5 STERNE DELUXE, EINS ZWO, DYNAMITE DELUXE u.v.a. schließen sich in Hamburg zu einer Art Kreativpool zusammen. JAN DELAY, der DYNAMITE DELUXE managt, entschließt sich nach der erfolglosen Verschickung ihres Demotapes das Label EIMSBUSH ENTERTAINMENT zu gründen, um all den kreativen Freunden Jobs, bzw. all den unbekannten Talenten ein Forum zu bieten. Nach amerikanischem Vorbild bringt man die Tonträger erstmal auf Kassette heraus, um niedrige Produktionskosten zu gewährleisten. Das DYNAMITE DELUXE Demo geht als bestverkauftes "Mixtape" in die Geschichte ein. Als zweites veröffentlicht man das Demo von LA BOOM. Zusammen mit seinem Schulfreund TROPF, einem Drittel von DYNAMITE DELUXE, produziert JAN DELAY zu diesem Zeitpunkt schon seit einiger Zeit Dub- und Beatorientierte Sampleorgien auf Instrumentalbasis. Orientiert an den damaligen, englischen Vorbildern wie MASSIVE ATTACK, TRICKY oder PRODIGY. Auch dieses Tape erreicht, trotz des artfremden Genres, rekordverdächtige Absatzzahlen. Im Jahre 2000 erscheint ein neu gemixtes Update dieses Tapes als "Atariuhana" auf Silberling bei EIMSBUSH.


    Während 1999 das ganze Land vom Hip Hop Boom überrollt wird, genießen es JAN DELAY und seine "Mongo-Clikke"-Kollegen bei EIMSBUSH, unter anderen Namen (JAN DELAY heißt BOBA FFETT, SAMY DELUXE heißt SAM SEMILLIA, etc.) und unter dem Etikett "Style-Liga" pure Raptracks zu veröffentlichen, welche nur auf Vinyl und fernab vom gerade aufkommenden Medienhype erscheinen. Man signt nun auch "richtige" Künstler, wie z.B. den Frankfurter D-FLAME, dessen Debut JAN DELAY zur Hälfte mitproduziert.


    Als ihn HERBERT GRÖNEMEYER 1999 bittet bei seinem Projekt POP 2000 mitzumachen, freut sich JAN DELAY sich wieder anderweitig ausleben zu können und nimmt eine Reggae-Version von NENA's "Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann" auf. Die Single geht durch die Decke und macht Platin. Der hiermit, sowie vorher mit "Liebeslied", ausverkauften Hallen und Bravo-Postern entstandene Megahype, aber auch die hier und da aufkommende Missgunst innerhalb der "Szene" aufgrund der "verweichlichten" Pophits, führen erstmalig zur kompletten Abkehr vom Ganzen. Er schließt sich mit MATTHIAS ARFMANN und der, aus Kollegen- und Wegbegleiterkreisen formierten, SAM RAGGA BAND im Studio ein, um Deutschlands erstes deutschsprachiges Reggae-Album zu produzieren.


    Als Vorbote, sowie auch als Antwort auf die vorangegangenen zwei Jahre, kommt die Mittelfinge-Single "Ich möchte nicht, dass Ihr meine Lieder singt!". Im April 2001 erscheint "Searching for the Jan soul rebels" und scheint bis heute.


    Nach der Hip Hop-, bzw. BEGINNER-Auszeit, machen sich die drei, inzwischen alle wieder hoch motiviert, daran den Nachfolger für "Bambule" zu erschaffen. Nach einer sehr Kräfte zehrenden Produktionsphase von 1,5 Jahren, erscheint im September 2003 "Blast Action Heroes" und geht, als erstes und bisher einziges, deutsches Rap-Album auf Platz 1!


    Tragischer Weise muss EIMSBUSH ENTERTAINMENT in exakt derselben Woche Insolvenz anmelden. Aufgrund von MP3's, dem Euro, mangelndem, qualitativen Output (die "großen" Acts wie SAMY DELUXE oder die BEGINNER waren woanders gesignt), aber auch eigens verschuldetem Missmanagement, war man in eine nicht zu überwindende Schuldenfalle geraten. Ein Schicksal, dass man leider zu dieser Zeit mit nicht wenigen Musik-Businessianern teilte. Da sich JAN DELAY aber schon zu "Searchin..."-Zeiten, aus der Führungsriege geschlichen hatte um ausschließlich Musik zu machen und eigentlich auch alle das unweigerliche Ende kommen sahen, trifft ihn das Aus letztendlich nicht so hart.


    Er konzentriert sich zu diesem Zeitpunkt schon auf seinen nächsten Flash: Auf den "Blast Action"-Touren, bei denen auch DJ MIXWELL mit von der Partie ist, beschließen beide, sich als DJ-Team zusammenzutun um ihrer Passion für schreiende, tanzende Menschenmengen nachzueifern. Ohne jegliche Genregrenzen wird alles was rockt in einem Mix durch die Boxen gepumpt: MICHAEL trifft PRODIGY und BRITNEY kuschelt mit PUBLIC ENEMY. Als DJ FLASHDANCE und DJ MIXWELL machen sie die Clubs in Deutschland und der Schweiz unsicher und veröffentlichen 2004 Ihr gleichnamiges Mixtape, mit exklusiven Basstard-Pop-Remixen. So kann JAN DELAY einmal mehr sein Pop-Schwein-Ego ausleben und ungestraft das tun, was er am liebsten macht: Mit guter Musik Spaß haben!


    Zeitgleich erwacht in ihm das nächste Vorhaben: Ständiges METERS und CRUSADERS-Hören, sowie eine wieder einkehrende HipHop-und Reggaemödigkeit, bringen ihn dazu, sich nun einmal an einer Art Funkplatte zu versuchen. Aufgrund des ständigen Auflegens von Tanzmusik und der, ihm dauerhaft anhaftenden, Polit-Onkel-Attitude wächst in ihm das unbändige Verlangen, mal eine alles in Schutt und Asche legende Tanzplatte zu machen. Er stellt sich die neue Band "Disko No. 1" zusammen, schließt sich, wie immer mit MATTHIAS ARFMANN und TROPF, im Studio ein und lötet in wieder 1,5 Jahren einen neuen Meilenstein zusammen. Heraus kommt "Mercedes-Dance".

Diskografie